Kategorie: Projekte

IDicht

Zustandsbestimmung von Elastomerdichtungen mit integrierten Drucksensoren

Dichtungen sind integrale Bestandteile vieler Systeme und die korrekte Funktionalität dieser Systeme kann maßgeblich vom Zustand der eingesetzten Dichtungen beeinflusst werden. Informationen über den Zustand einer Dichtung können Systemausfälle frühzeitig erkennen oder sogar verhindern. Im Vorprojekt wurden erfolgreich Methoden entwickelt, um Dehnungsmessstreifen (DMS) in Elastomerdichtungen einzubringen. Es konnte gezeigt werden, dass damit unter bestimmten Bedingungen der Zustand von Dichtungen bestimmt werden kann.

Ein großer Nachteil von DMS ist deren hohe Querempfindlichkeit. Für eine zuverlässigere, direkte Messung des Anpressdrucks auf eine Dichtung sollen in diesem Vorhaben Drucksensoren entwickelt und in Dichtungen integriert werden. Außerdem sollen umfangreiche Charakterisierungen von Dichtungsmaterialien vorgenommen werden, um daraus ein Modell zur Alterungsvorhersage zu erstellen. Es entsteht ein System aus mathematischem Modell und Dichtung mit integrierter Drucksensorik, mit dem eine klare Aussage zum Zustand der Dichtung während ihrer Lebenszeit getroffen werden kann. Das Modell wird durch die Zustandsmessungen mit integrierten Sensoren verifiziert und im Gegenzug wird das Model als Interpretationshilfe für das Signal des Sensors genutzt.

Es soll ein Demonstrator entstehen, anhand dessen eine industrielle Umsetzung der Idee möglich ist. Diese kann gut durch KMUs erfolgen, die sich auf die Entwicklung von Sonderprodukten spezialisiert haben. Zusätzlich sind die Beschreibung der Alterungsmechanismen von Elastomeren und das daraus abgeleitete Alterungsmodel industrierelevant. Die dazu nötigen umfangreichen Arbeiten können von KMUs kaum selber geleistet werden, haben aber direkten Nutzen für die Material- und Produktentwicklung. Nicht zuletzt ist auch die Vermarktung der entwickelten Sensorik für andere Anwendungen denkbar. Gerade im Bereich der Sensorik gibt es ebenfalls viele KMUs, die sich auf die Entwicklung von Sonderlösungen spezialisiert haben

Beteiligte Forschungsinstitute:

  • Universität Bremen, Institut für Mikrosensoren, -aktuatoren und -systeme (IMSAS)
  • Deutsches Institut für Kautschuktechnologie e.V.

Art des Vorhabens:

Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) der AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. gefördert mit öffentlichen Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi)

Mehr Informationen zur IGF-Förderung: https://www.aif.de/foerderangebote/igf-industrielle-gemeinschaftsforschung/igf-portal.html

IDicht Schema

READSET

Reproduzierbare Applikation von drahtloser Sensorik in technischen Textilien für Faser-Kunststoff-Verbundbauteile auf Basis passiver RFID-Sensortags

Das übergeordnete Forschungsziel des Projektes READSET besteht darin drahtlose Sensorik auf Basis von RFID-Technologie reproduzierbar und automatisiert bauteilspezifisch in Bauteile aus Faser-Kunststoff-Verbunden (FKV), zu integrieren. Die Sensorik soll dabei in der Lage sein die Temperatur während des Fertigungsprozess von FKV-Bauteilen zu überwachen und darüber hinaus die mechanische Dehnung in den Bauteil während der Nutzungsphase (SHM) zu erfassen.

Das Projekt gliedert sich insgesamt in sechs aufeinander aufbauende Arbeitspakete. Zu Beginn werden die Anforderungen in enger Zusammenarbeit mit dem projektbegleitenden Ausschuss bezüglich Sensorik und deren Applikation in einem (teil)automatisierten Fertigungsprozesses festgelegt. Daraus aufbauend werden Konzepte für die Sensorik und Handhabung während des Fertigungsprozesses erarbeitet sowie die hard- und softwareseitigen Schnittstellen festgelegt. Anschließend erfolgt die Entwicklung einer entsprechenden Handhabungseinheit sowie der drahtlosen Sensorik. Abschließend werden Sensorfunktion, Applikationsprozess sowie die mechanische Integrität von Bauteilen mit integrierter Sensorik validiert und die Ergebnisse in einem gemeinsamen Abschlussbericht zusammengefasst.

Durch das Projekt werden zum einen neue Erkenntnisse und Technologien für den Einsatz von drahtloser Sensorik in FKV-Bauteilen entstehen. Zum anderen wird ein Verfahren entwickelt, welches eine prozesssichere und intelligente Fertigung von FKV-Bauteilen mit integrierter Sensorik ermöglicht. Die im Projekt gewonnenen Lösungen werden in sämtlichen Branchen, die FKV-Bauteile herstellen und nutzen, Einsatzmöglichkeiten finden. Insbesondere KMU aus den Bereichen FKV-Fertigung sowie RFID-Technologie werden von dem beantragten Projekt profitieren.

Beteiligte Forschungsinstitute:

  • Bremer Institut für Produktion und Logistik GmbH (BIBA)
  • Universität Bremen, Institut für Mikrosensoren, -aktuatoren und -systeme (IMSAS)

Art des Vorhabens:
Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) der AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. gefördert mit öffentlichen Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Mehr Informationen zur IGF-Förderung: https://www.aif.de/foerderangebote/igf-industrielle-gemeinschaftsforschung/igf-portal.html

READSET Schema

SUrfErCut

Systematische Ursachenforschung von Erosionsschäden an Windenergieanlagen mittels 3D Röntgen Mikroskopie Computertomographie (XRM)“ als Basis zur Schadensminimierung und Serviceoptimierung

Neben dem Verschleiß an Lagern und Motoren begrenzen primär Erosionsschäden an Rotorblättern die Lebensdauer von Windenergieanlagen und reduzieren durch die zunehmende Oberflächenrauheit den aerodynamischen Wirkungsgrad und somit den Energieertrag. Zugleich fehlt eine geeignete Früherkennung von Erosionsschäden im Rahmen von Wartungsarbeiten, da Kenntnisse über die Schadensentstehung und -Ursachen fehlen. So werden Schäden erst spät erkannt und ein Austausch oder eine Reparatur erfolgt erst dann, wenn der wirtschaftliche Schaden bereits immens ist.

Untersuchungen auf dem Themengebiet „Erosionsschäden“ zeigen, dass Inhomogenitäten im FVK diese maßgeblich begünstigen. Die aktuell angewandte Versagensanalytik, Belastung von Testproben im Erosionsprüfstand mit anschließender mikroskopischer Bewertung der Schadensbilder, bezieht jedoch den Zustand der untersuchten Testproben vor der Erosionsbelastung sowie den zeitlichen Schädigungsfortschritt nicht in die Auswertung mit ein. Daher lassen sich Aussagen über die Erosionsursache und Versagensmechanismen bisher nicht ableiten.

Anwendbarkeit weiterer berührungsloser Messverfahren, wie z.B. die aktive Thermografie untersucht. Dazu erfolgen zyklische Belastung im Regenerosionsprüfstand mit begleitender Untersuchung und Kartografie der Proben mit dem Ziel, eine Korrelation zwischen initialen Fehlstellentypen und -größen mit den Erosionsschäden zu ermitteln, um Schadensursachen und –mechanismen aufzuklären. Wenn es gelingt, mit Hilfe des Thermografie-Messverfahrens Aussagen für die Erosionsfrüherkennung zu treffen, steht den Anlagenherstellern und insbesondere den KMU der Wartungs- und Servicebranche erstmals ein berührungsloses Messverfahren für den Einsatz direkt am Rotorblatt zur Verfügung.

Beteiligte Forschungsinstitute:

  • Faserinstitut Bremen e.V.
  • Universität Bremen, Bremer Institut für Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft (BIMAQ)
  • Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM, Bremen

Art des Vorhabens:

Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) der AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. gefördert mit öffentlichen Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Mehr Informationen zur IGF-Förderung: https://www.aif.de/foerderangebote/igf-industrielle-gemeinschaftsforschung/igf-portal.html

SUrfErCut schema

IQZeProd – Inline quality control for zero-error-products

Prozessintegrierte Qualitätsüberwachung für fehlerfreie Produkte

Um industrielle Fertigungsprozesse robuster und nachhaltiger zu gestalten, entwickelt das Projekt IQZeProd neue Inline-Monitoring-Lösungen für die Realisierung einer Null-Fehler-Produktions-Strategie. Dadurch wird die Industrie mehr Vertrauen in Inline-Monitoring-Systeme gewinnen und solche Systeme z.B. in der Automobil-, Holz- und Konsumgüterindustrie nutzen.

IQZeProd Schema

Die Kernidee dieses Projekts besteht darin, Defekte während des laufenden Produktionsprozesses durch eine Datenverschmelzung mehrerer Sensoren zu erkennen. Im Stand der Technik wurde punktuell versucht spezifische Sensortechnologien zu verbessern oder neue Sensoren in bestimmten Produktionsprozessen einzuführen. Dementgegen wird IQZeProd einen skalierbarer Multisensor-Monitoring-Ansatz entwickeln, der auf vielfältige Fertigungstechnologien angewendet und leicht mit neuen Algorithmen und Sensorprinzipien nachgerüstet werden kann. Im Ergebnis soll ein fehlerfreies Endprodukt am Ende der Produktionskette garantiert werden, indem alle Fehler im laufenden Produktionsprozess erkennt werden.

Zur Validierung werden Technologiefälle in der Blechumformung, der Holzverarbeitung sowie dem 3D-Druck untersucht, um praxistaugliche branchenübergreifende Lösungen zu erzielen.

Dabei bestehen folgende wirtschaftlichen Vorteile für die beteiligten KMU:

  • erhöhte Prozesssicherheit und reduzierter Ausschuss durch verbesserte Fehlererkennung
  • neue Potenziale für Prozessoptimierung aufgrund harmonisierter Prozessdaten
  • erhebliche Zeit- und Kostenersparnis bei der Entwicklung und Inbetriebnahme von Qualitätsüberwachungssystemen durch automatische Software-Generierung
  • Entwicklung neuartiger optischer Messprinzipien und Auswertealgorithmen

Beteiligte Forschungsinstitute:

  • Universität Bremen Bremer Institut für Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft (BIMAQ)
  • Fraunhofer-Gesellschaft e.V. Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU, Chemnitz
  • VŠB – Technical University of Ostrava, Faculty of Electrical Engineering and Computer Science
  • Centre de Recherche Métallurgique ( CRM asbl ) – Centre for Research in Metallurgy, Liege

Art des Vorhabens:

CORNET – Collective Research Networking. Transnationales Vorhaben der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) der AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. gefördert mit öffentlichen Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi)

Mehr Informationen zur IGF-Förderung: https://www.aif.de/foerderangebote/igf-industrielle-gemeinschaftsforschung/igf-portal.html

Mehr Informationen zur CORNET-Förderung: https://www.aif.de/foerderangebote/cornet-igf-international.html

EEWISE – EMC for Emergent Wireless Systems

Elektromagnetische Verträglichkeit für zukünftige Funksysteme

Das Internet der Dinge (IoT) findet Anwendungen im privaten, öffentlichen und industriellen Sektor und verspricht den Gewinn nutzbarer Informationen durch die Vernetzung unterschiedlichster Geräte und Anlagen, deren Prozesse sich durch die Messung physikalischer Zustandsgrößen effizienter gestalten und ressourcensparender organisieren lassen. Für die mittelständische Industrie stellt das eine Chance zur Erweiterung der Produktpalette dar.

Bei der Nutzung von Funkschnittstellen deuten sich jedoch Probleme der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) an. Produkte, die im Hinblick auf IoT aufgerüstet werden, fallen nach dem Gesichtspunkt der CE-Zertifizierung in die Kategorie der Funkausrüstung. Daher soll Unternehmen ein besserer Einblick in diese neuen Standards und die Probleme bei der Produktintegration gegeben werden. In Erwartung zukünftiger 5G-Frequenzbänder bei deutlich höheren Frequenzen als z. Zt. von der EMV-Richtlinie abgedeckt, werden in diesem Projekt neuartige Entwurfsmethoden für diese Frequenzen untersucht. Dies erfordert zum einen die simulative und messtechnische Charakterisierung verschiedener Störquellen im Nah- und Fernfeld, neue Abschirmungsmethoden und -materialien, realistischere Testumgebungen und zum anderen optimierte Softwaredesigns zur Steigerung der EMV-Robustheit. Dies führt letztendlich zu angepassten EMV-Richtlinien.

Die Ergebnisse dieses Projektvorschlags erlauben Designern einen effektiven Umgang mit diesen hohen Frequenzen beim Entwurf und Test von Produkten. Dieses Vorhaben basiert dabei auf einer engen Zusammenarbeit mit dem projektbegleitenden Ausschuss und validiert die Methoden an Beispielapplikationen der Firmen. Als Forschungspartner sind die Universität Paderborn, das Fraunhofer IZM und die KU Leuven, unter Federführung der Deutschen Forschungsvereinigung für Meß,- Regelungs- und Systemtechnik beteiligt. Die Ergebnisse sollen vor allem KMU, ohne große Entwicklungsteams im EMV-Bereich, den IoT-Markt eröffnen.

EEWISE Schema

Beteiligte Forschungsinstitute:

Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration, Berlin
Universität Paderborn Institut für Elektrotechnik und Informationstechnik
KU Leuven, M-Group

Projektwebsite: https://eewise.info

Art des Vorhabens

CORNET – Collective Research Networking. Transnationales Vorhaben der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) der AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. gefördert mit öffentlichen Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Mehr Informationen zur IGF-Förderung: https://www.aif.de/foerderangebote/igf-industrielle-gemeinschaftsforschung/igf-portal.html

Mehr Informationen zur CORNET-Förderung: https://www.aif.de/foerderangebote/cornet-igf-international.html

VAeroWind

Verbesserte aerodynamische und strukturmechanische Lastvorhersage an Rotorblättern von Windenergieanlagen und deren Anwendung in einer Online-Lastschätzung

Aufgrund der unterschiedlichen Beanspruchung einzelner Komponenten moderner Windenergieanlagen (WEA) ist für deren Entwicklung und effizienten Betrieb eine präzise Abstimmung der Komponenten aufeinander erforderlich. Diese technische Herausforderung wird aufgrund der strukturellen Zusammensetzung der Windenergiebranche für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) zusätzlich erschwert, da diese als Zulieferer vergleichsweise wenigen großen Unternehmen gegenüberstehen. Um die Position der KMUs nachhaltig zu stärken, ist die Entwicklung maßgeschneiderter Lösungen erforderlich, die diesen trotz beschränkter Ressourcen einen tieferen Einblick in den komplexen Komponentenverbund einer WEA ermöglichen, welcher aktuell meistens den großen Anlagenherstellern vorbehalten ist.

Um ein detailliertes Verständnis der Wechselwirkung der einzelnen Komponenten einer WEA zu erlangen, wird eine möglichst genaue Beschreibung des Betriebsverhaltens der Komponenten benötigt. Insbesondere die dynamischen Wechselwirkungen des Rotors sind maßgeblich für die im System einer WEA auftretenden Lasten verantwortlich. Daher soll innerhalb des Forschungsvorhabens eine Methode zur dynamischen Lastrechnung des Rotors entwickelt werden, die es den KMUs ermöglicht, die resultierenden aerodynamischen und strukturmechanischen Lasten möglichst genau zu bestimmen.

Die im Forschungsvorhaben beschriebenen Verfahren bieten eine höhere Genauigkeit als die im KMU-Sektor etablierten Methoden und berücksichtigen die in diesem Sektor vergleichsweise geringe verfügbare Rechenleistung. Die geplante Kopplung an eine etablierte WEA-Simulationsumgebung eröffnet KMUs neben einer effizienteren Auslegung des Rotors und der nachgeschalteten Komponenten, eine gezielte interdisziplinäre Analyse der resultierenden Lasten und Interaktionen innerhalb des Komponentenverbunds einer WEA. Diese Option verschafft ihnen sowohl national als auch international einen signifikanten Wettbewerbsvorteil.

Beteiligte Forschungsinstitute:

  • RWTH Aachen Lehrstuhl für Strömungslehre und Aerodynamisches Institut
  • RWTH Aachen Institut für Regelungstechnik
  • RWTH Aachen Institut für Strukturmechanik und Leichtbau (SLA)

Art des Vorhabens

Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) der AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. gefördert mit öffentlichen Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Mehr Informationen zur IGF-Förderung: https://www.aif.de/foerderangebote/igf-industrielle-gemeinschaftsforschung/igf-portal.html

AMIIGO

Automatische, Multikopter-basierte Indoor-Inspektion von großen Oberflächen

Im Rahmen des Projekts “AMIIGO” wird ein flexibles Multikopter-basiertes Indoor-Inspektionssystem entwickelt und aufgebaut, um Schadstellen auf großen Bauteiloberflächen automatisiert zu detektieren.

amiigo schema

Zur Qualitätssicherung und zerstörungsfreien Inspektion großer Bauteiloberflächen wird zum derzeitigen Stand der Technik neben der aufwändigen manuellen Kontrolle meist eine Kontrolle mit Hilfe optischer Sensoren an Greifarmrobotern oder Schwerlastbühnen eingesetzt. Aufgrund begrenzter Reichweiten derartiger Inspektionsvorrichtungen sind dazu Umpositionierungen des Bauteils nötig, die kostenintensiv sind und zu Bauteilbeschädigungen führen können. Ein Ansatz zur Verbesserung dieser Problematik ist der Einsatz automatisierter Multikopter, welche ein Bauteil selbständig systematisch abfliegen und dabei mit Hilfe optischer Sensoren eine zerstörungsfreie Inspektion durchführen können. Die Multikopter fliegen dabei automatisch definierte Pfade über einem Bauteil ab und markieren mögliche Fehlstellen. Dabei findet ein ständiger Informationsaustausch zwischen einem Bediencomputer, den Multikoptern (Positionsdaten und Messergebnisse), dem Bauteil (CAD-Daten und Prüfergebnis) und einem Server (Prüfbericht) statt. Zur Validierung des Konzepts und der Technologieweitergabe an KMU ist ein lauffähiger Demonstrator zentraler Bestandteil der Arbeitshypothese. Durch die vollautomatische Inspektion und deren Mobilität sind sowohl direkte Zeit- als auch Kostenerparnisse bei der Qualitätssicherung und regelmäßiger Inspektionen zu erwarten. Weiterhin können mögliche Bauteilbeschädigungen bedingt durch den Transport zu fixen Inspektionseinrichtungen vermieden werden. Ein derart flexibles, mobiles und vernetztes System ist derzeit nicht am Markt verfügbar.

Beteiligte Forschungsinstitute:

  • RWTH Aachen Werkzeugmaschinenlabor, Lehrstuhl für Fertigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement
  • RWTH Aachen Institut für Regelungstechnik

Art des Vorhabens:

Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) der AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. gefördert mit öffentlichen Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Mehr Informationen zur IGF-Förderung: https://www.aif.de/foerderangebote/igf-industrielle-gemeinschaftsforschung/igf-portal.html

Gruppenfoto AMIIGO
Das Forschungsteam (v. li.) bestehend aus S. Mehler (Lufthansa Technik AG), D. Fauk (Apodius GmbH), Dr. S. Recher (Scisys Deutschland GmbH), R. Zweigel (Institut für Regelungstechnik IRT), A. Buckhorst (Werkzeugmaschinenlabor WZL), C. Storm (Werkzeugmaschinenlabor WZL), M. Sorg (Deutsche Forschungsvereinigung für Meß-, Regelungs- und Systemtechnik e.V. DFMRS), M. Lange (Spectair GmbH & Co. KG) und B. Montavon (Interdisciplinary Imaging & Vision Institute Aachen e.V. i3ac) kam am 18.10.17 zu einem ersten Kick-Off Meeting zusammen.

GEOWISOL2

Die Bedeutung von erneuerbaren Energien für die Stromerzeugung ist eine der tragenden Säulen für die Energiewende und für die Reduktion der klimaschädlichen Treibhausgase. Durch die Fluktuation von Wind und Solar steigen mit ihrem Anteil an der Stromerzeugung auch die Herausforderungen an das deutsche Stromnetz, welches dynamisch stärker beansprucht wird als in der Vergangenheit. Um die steigenden Energietransferbedarfe optimiert abzudecken, ist eine genaue orts- und zeitaufgelöste Kenntnis der Einspeise- und Bedarfsmengen erforderlich. Eine solche umfassende Datenbasis liegt bisher nur für Teilbereiche des Stromnetzes oder mit einer eingeschränkten Zeit- und Ortsauflösung vor.

Aus diesem Grund wurde innerhalb des Projektes GEOWISOL eine Datenbank entwickelt, die Einspeisemengen für Wind- und Solarenergie sowie Lastzeitreihen als 15-Minuten-Mittelwerte und mit einer Ortsauflösung im 2-stelligen Postleitzahlbereich basierend auf realen Messdaten bereitstellt. Darauf aufbauend zielt das beantragte Forschungsvorhaben darauf, für das deutsche Stromnetz die vorhandene Datenbasis um Einspeisedaten weiterer Energiequellen (z.B. konventionelle Kraftwerke, Biogas, Wasserkraft) zu erweitern und die ermittelte geografische Aufteilung auf die im Netz vorhandenen realen Stromtrassen abzubilden. Darauf aufbauend sollen die Übertragungsmengen im gegenwärtigen Ausbauzustand sowie für zukünftige Zubau-Szenarien im Zeitverlauf analysiert und bewertet werden. Hierbei soll insbesondere auch die Integration der an Bedeutung zunehmenden Offshore-Windenergie berücksichtigt werden. Hierdurch wird ein Werkzeug geschaffen, das zukünftige Energiewende-Infrastrukturprojekte (z.B. Netzausbau, Energiespeicher, etc.) lokal bewerten kann.

Beteiligte Forschungseinrichtungen:

Mitwirkende Verbundpartner:

  • Deutsche WindGuard GmbH, Varel
  • Energy & meteo systems GmbH, Oldenburg
  • Stiftung Offshore-Windenergie, Varel
  • DFMRS e.V., Bremen

Projektwebsite: http://geowisol.bimaq.de/

Art des Vorhabens:

Verbundvorhaben des 6. Energieforschungsprogramms gefördert mit öffentlichen Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Geowisol Schema

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